Weitestgehende Einstellung der Altlastensanierung auf Pütnitz!

Seit fast einem Jahr geht an den wesentlichen Sanierungsflächen auf Pütnitz kaum noch etwas voran. Die rechtlichen Interventionen unserer Bürgerinitiative in Zusammenarbeit mit dem Naturschutzverein VLA MV zeigen Wirkung. Immer deutlicher wird: Der geplante Massentourismus ist für Bürgermeister und Stadtverwaltung eine Nummer zu groß.

Seit fast einem Jahr kaum Fortschritte – die Bilder sprechen für sich!

Die Altlastensanierung auf dem ehemaligen Militärflugplatz Pütnitz ist an den wesentlichen Problembereichen inzwischen weitestgehend eingestellt. Seit nahezu einem Jahr sind dort kaum noch Fortschritte zu erkennen. Aktuelle Vergleichsfotos dokumentieren das eindrucksvoll: Obwohl zwischen den Aufnahmen derselben Problembereiche viele Monate liegen, hat sich auf den Flächen teilweise kaum etwas verändert.

Dabei hatte die Stadt Ribnitz-Damgarten umfangreiche Sanierungs-, Erd- und Abbrucharbeiten vorgesehen. Doch aus den großen Ankündigungen der Stadtverwaltung ist wenig geworden. Statt zügiger Sanierung herrscht auf wesentlichen Teilen der Baustelle faktisch Stillstand.

Besonders bemerkenswert: Die Altlastensanierung ist neben der Munitionsberäumung lediglich eine vorbereitende Maßnahme für den geplanten Massentourismus. Die Munitionsbergung ist nach 4 Jahren noch immer nicht abgeschlossen. Die eigentlichen Erschließungs- und Bauarbeiten haben noch nicht einmal begonnen.

Unsere Interventionen zeigen Wirkung – die Behörden mussten handeln!

Die weitestgehende Einstellung der Altlastensanierung ist nach unserer Überzeugung wesentlich auf die beharrliche Arbeit unserer Bürgerinitiative „Kein Massentourismus auf Pütnitz“ und des anerkannten Naturschutzvereins VLA MV zurückzuführen.

Seit Monaten legen wir den zuständigen Behörden detailliert dar, dass die geplanten Maßnahmen nach unserer rechtlichen Bewertung in wesentlichen Punkten gegen geltendes Natur-, Umwelt- und Denkmalschutzrecht verstoßen beziehungsweise ohne ausreichende Genehmigungen durchgeführt werden sollten. Unsere Einwendungen betreffen insbesondere den Schutz bedrohter Tierarten und gesetzlich geschützter Biotope, die Lagerung kontaminierter Böden, den Grundwasserschutz sowie den Abbruch historischer Anlagen.

Unsere Argumente sind offensichtlich zu gewichtig, um von den Genehmigungsbehörden weiterhin ignoriert werden zu können.

Die Konsequenzen sind unübersehbar: Im März 2026 verfügte das Staatliche Amt für Landwirtschaft und Umwelt einen Baustopp. Auch Transportarbeiten kamen nach unseren Interventionen vorerst zum Erliegen. Zudem setzte der Landkreis Vorpommern-Rügen bereits erteilte Genehmigungen für den Rückbau von Straßen- und Landebahnflächen aufgrund unserer Widersprüche außer Vollzug.

Noch Anfang Oktober fehlten der Stadt wichtige Genehmigungsvoraussetzungen für die vorgesehene Fortsetzung der Arbeiten. Dies bestätigte auch die Berichterstattung des NDR vom 2. Oktober 2026.

Trotz erneuter Ankündigungen der Stadtverwaltung wurden die Arbeiten an den wesentlichen Problembereichen nach unseren Beobachtungen auch bis Anfang November nicht in dem ursprünglich vorgesehenen Umfang wieder aufgenommen.

Unser Widerstand hat konkrete Erfolge erzielt. Die Stadt musste erfahren: Auch auf Pütnitz gelten die Gesetze!

Bernsteinresort: Eine Nummer zu groß für Bürgermeister und Stadtverwaltung!

Für uns wird immer offensichtlicher: Der geplante Massentourismus auf Pütnitz überfordert den Bürgermeister und die Stadtverwaltung von Ribnitz-Damgarten. Die Verantwortlichen haben sich offenbar auf ein Vorhaben eingelassen, dessen Dimensionen, rechtliche Komplexität und finanzielle Risiken die Möglichkeiten der Stadt deutlich übersteigen. Bereits die vorbereitende Altlastensanierung scheitert immer wieder an rechtlichen und tatsächlichen Hindernissen. Genehmigungen fehlen, die Zeitpläne werden ständig verschoben und die Kosten steigen.

Die Bilanz ist ernüchternd: Statt der ursprünglich geplanten Eröffnung 2025 wird inzwischen das Jahr 2030 genannt. Die geschätzten Projektkosten sind von rund 350 auf 400 Millionen Euro gestiegen. Und noch immer sind nicht einmal die Munitionsbergung und Altlastensanierung abgeschlossen! Dabei stehen die eigentlichen Herausforderungen bei Erschließung, Infrastruktur und Bau des riesigen Tourismuskomplexes größtenteils noch bevor.

Wir halten es für unverantwortlich, weiterhin öffentliche Mittel und erhebliche Verwaltungskapazitäten in ein derart überdimensioniertes Prestigeprojekt zu stecken, dessen Realisierung zunehmend fraglich erscheint.

Wie viele Verzögerungen, Kostensteigerungen und Genehmigungsprobleme braucht es noch, bis die Verantwortlichen im Rathaus die Realität anerkennen?

Unsere Alternative: Pütnitz für die Menschen unserer Region entwickeln!

Dabei gibt es längst eine vernünftige Alternative zum Massentourismus. Unsere Bürgerinitiative setzt sich für eine deutlich kleinere, wirtschaftlich tragfähige und naturverträgliche Entwicklung von Pütnitz ein.

Wir wollen Pütnitz für die Menschen unserer Region entwickeln – nicht für ein gigantisches Tourismusprojekt!

Auf dem ehemaligen Militärflugplatz befinden sich noch Wohnblöcke aus der Zeit der militärischen Nutzung. Diese vorhandenen Gebäude wollen wir sanieren und als dringend benötigten Wohnraum für die einheimische Bevölkerung bereitstellen. Statt immer neue Ferienunterkünfte zu planen, sollte die Stadt die bestehenden Wohngebäude erhalten, modernisieren und einer dauerhaften Nutzung zuführen. Damit ließe sich Wohnraum schaffen, ohne dafür zusätzliche Flächen in Anspruch nehmen zu müssen.

Zugleich könnten auf geeigneten Flächen einheimische Handwerksbetriebe sowie kleine und mittlere UnternehmenRaum für ihre wirtschaftliche Entwicklung erhalten. Das würde regionale Wertschöpfung stärken und langfristig qualifizierte Arbeitsplätze schaffen.

Eine solche Entwicklung könnte schrittweise, bedarfsgerecht und mit deutlich geringeren Eingriffen in Natur und Landschaft erfolgen.

Vorhandene Wohngebäude sanieren statt neue Bettenburgen bauen! Einheimisches Gewerbe statt touristischer Gigantomanie!

Unser Fazit: Der Widerstand lohnt sich – jetzt braucht Pütnitz einen Neuanfang!

Die weitestgehende Einstellung der Altlastensanierung ist ein wichtiger Erfolg unserer Bürgerinitiative. Sie zeigt, dass engagierte Bürgerinnen und Bürger auch gegenüber einer Stadtverwaltung und mächtigen wirtschaftlichen Interessen etwas bewegen können.

Gleichzeitig wird immer deutlicher, dass das massentouristische Projekt in einer Sackgasse steckt. Statt immer neuer Ankündigungen brauchen wir endlich eine ehrliche Neubewertung des gesamten Vorhabens.

Unsere Botschaft an Bürgermeister und Stadtverwaltung ist klar: Schluss mit dem Festhalten an einem überdimensionierten Tourismusprojekt! Geben wir Pütnitz endlich eine realistische Zukunft – für Natur, einheimische Unternehmen und die Menschen unserer Region!

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